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Sektor NATURWISSENSCHAFT Datensätze 108 Sternzeit 2026.274
DatensatzNaturwissenschaft

Warum sind die Dinosaurier ausgestorben?

Sektor NaturwissenschaftVon
ZusammenfassungDie Dinosaurier sind vor 66 Millionen Jahren ausgestorben, weil ein rund zehn Kilometer großer Asteroid auf der Halbinsel Yucatán einschlug und das Klima der Erde für Jahre zusammenbrechen ließ.

Ganz verschwunden sind sie trotzdem nicht. Dazu weiter unten.

Was passierte beim Einschlag?

Der Asteroid traf mit mehreren Kilometern pro Sekunde auf flaches Meer und hinterließ einen Krater von rund 180 Kilometern Durchmesser, den Chicxulub-Krater. Die Druckwelle, Flutwellen und glühende Trümmer, die um den halben Planeten flogen, verwüsteten die Umgebung.

Tödlicher war, was danach kam. Staub und Schwefel aus dem verdampften Gestein verdunkelten den Himmel, die Temperaturen stürzten ab, und die Pflanzen konnten kaum noch Photosynthese betreiben. Erst starben die Pflanzen, dann die Pflanzenfresser, dann die Räuber. Etwa drei Viertel aller Arten verschwanden, an Land wie im Meer.

Woher weiß man das?

Aus einer dünnen Tonschicht, die weltweit genau an der Grenze zwischen Kreidezeit und Paläogen liegt. Der Physiker Luis Alvarez und sein Sohn, der Geologe Walter Alvarez, fanden darin 1980 ungewöhnlich viel Iridium. Das Metall ist in der Erdkruste selten, in Asteroiden aber häufig.

Den passenden Krater entdeckte man erst Anfang der Neunzigerjahre, begraben unter jüngeren Gesteinsschichten. Geschockter Quarz und erstarrte Gesteinströpfchen aus der Einschlagzeit bestätigten den Zusammenhang. Ein internationales Forscherteam fasste den Stand 2010 im Fachblatt Science zusammen: Der Einschlag war die Ursache.

Und was ist mit den Vulkanen?

Zur gleichen Zeit brachen in Indien über Hunderttausende Jahre gewaltige Lavamassen aus, die Dekkan-Trapps. Ob sie die Ökosysteme schon vorher geschwächt haben, ist bis heute Gegenstand von Forschung. Als Auslöser des plötzlichen Massensterbens gilt aber der Einschlag.

Sind wirklich alle Dinosaurier ausgestorben?

Nein. Vögel stammen von kleinen, gefiederten Raubdinosauriern ab und zählen in der Biologie selbst zu den Dinosauriern. Die Amsel im Garten ist ein Nachfahre der Tiere, die den Einschlag überlebt haben. Ausgestorben sind die übrigen Dinosaurier, dazu die Flugsaurier und viele Meeresreptilien, die selbst keine Dinosaurier waren.

Was von ihnen übrig blieb, liegt als Fossil im Gestein, manchmal sogar ihr Kot als Koprolith. Eine eigene, weniger ernst gemeinte Theorie zum Aussterben vertritt unser Dinosaurier-Becher: Es war der heiße Kaffee.

Quellen

  1. L. W. Alvarez u. a.: Extraterrestrial Cause for the Cretaceous-Tertiary Extinction. Science 208 (1980)
  2. P. Schulte u. a.: The Chicxulub Asteroid Impact and Mass Extinction at the Cretaceous-Paleogene Boundary. Science 327 (2010)
  3. A. R. Hildebrand u. a.: Chicxulub Crater. A possible Cretaceous/Tertiary boundary impact crater on the Yucatán Peninsula, Mexico. Geology 19 (1991)
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Und, gemerkt?

Welches Element verriet den Asteroideneinschlag am Ende der Kreidezeit?

Zehn davon am Stück: Crew-Prüfung →

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