Bavaria Film verbietet uns den Verkauf von Wikileaks-Shirts

Wir ihr vielleicht noch wisst, verkaufen wir schon seit vielen Jahren T-Shirts mit dem Wikileaks Logo und dem Konterfei von Julian Assange. Wir haben dieses Shirts heute alle aus dem Sortiment genommen. Wie kam es dazu?

Wie wir es eigentlich immer machen, wenn wir T-Shirts für den Support von Projekten auflegen, die wiederum den Anliegen von Nerds in aller Welt dienen, haben wir auch hier nahezu den kompletten Gewinn gespendet: 5 EUR pro T-Shirt gingen an die Wau Holland Stiftung, die das Geld wiederum an Wikileaks weiterleitet. Dabei sind insgesamt bereits 7500 EUR zusammengekommen, die wir natürlich auch bereits überwiesen haben, wie die bei den Produkten hinterlegten Screenshots zeigen. Diese Shirts hatten wir im Angebot:

 

 

Heute morgen bekamen wir nun eine eMail von der Bavaria Film GmbH mit der Aufforderung, den Verkauf dieser Shirts einzustellen.  Die Bavaria Film wurde offenbar von Julian Assange damit beauftragt, den T-Shirt-Verkauf für Wikileaks zu unterbinden, sofern man keine Lizenz von Wikileaks kauft. Dazu hat sich Julian Assange offenbar Wikileaks und das Wikileaks-Logo als Marke eintragen lassen. Grundsätzlich eigentlich ein durchaus verständliches Anliegen, denn es hat uns ehrlich gesagt auch gestört, dass so viele Trittbrettfahrer T-Shirts mit Wikileaks-Schriftzug oder -Logo verkauft haben, die dafür keinen Cent an Wikileaks gespendet haben. Zwar handelt es sich bei der eMail nicht um eine kostenpflichtige anwaltliche Abmahnung, die natürlich theoretisch auch hätte verschickt werden können, aber der Ton der eMail ist durchaus nicht wirklich freundlich und insbesondere geht Bavaria Film mit keinem Wort darauf ein, dass wir die Shirts ganz offensichtlich zur Unterstützung von Wikileaks aufgelegt haben. Nett geht anders, schließlich kämpfen wir doch eigentlich für die gleiche Sache und wir haben ganz offensichtlich die T-Shirts nicht im Angebot, um damit Gewinn zu machen. Entsprechend waren wir auch nicht begeistert über die eMail und haben auch ein wenig genervt zurückgeschrieben und nach einer Lizenz gefragt. Die hat uns Bavaria Film dann wiederum sehr forsch verweigert,  weswegen wir die Shirts offline nehmen mussten. Hier der eMail-Verkehr mit Bavaria im Detail (die Namen der zwei Mitarbeiter haben wir zensiert, sie sind uns aber natürlich bekannt):

 

 

Rechtlich ist die Situation klar: Julian Assange gehört die Marke „Wikileaks“ und kann allein entscheiden, wer T-Shirts damit verkaufen darf. Die moralische Bewertung muss dem aber natürlich nicht folgen. Was meint ihr dazu? Handelt es sich um ein legitimes Anliegen? Hätte man aufgrund unserer vorhergehenden Spenden freundlicher agieren und uns zumindest eine Lizenz anbieten sollen? Oder ist alles so wie es gelaufen ist schon OK?

Update 21:03: Da auf unserer Facebook-Seite einige die Vermutung aufgestellt haben, dass die eMails gar nicht von Bavaria kommen: Es gibt eine Pressemitteilung zu dem Thema von Bavaria Film, in der auch noch ein wenig mehr über das bald geplante Produktportfolio mit Wikileaks Logo offenbart wird.

Update 14.10, 22:16: Bavaria hat sich für die eMails entschuldigt.

Tags: abmahnung, rechtliches, wikileaks

Philipp Philipp

Ich bin einer der zwei Chefs von getDigital und war schon immer ein ziemlicher Nerd: Meine Jugend habe ich mit Warhammer, Magic, Pen & Paper und einem extrem nerdigen eMail-Spiel namens Eressea verbracht und gleich danach dann theoretische Physik studiert. Weil mir das aber irgendwie noch nicht gereicht hat, hab ich einfach auch noch mit meinem Freund Florian einen Nerd-Shop gegründet :)

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  • Alita

    Nichts für ungut, aber ich fand den Ton der Ursprungsmail nicht allzu forsch. Ganz gewöhnliches Beamtendeutsch. Und im Recht sind sie ja auch.

    Schade allerdings, dass man sich nicht auf etwas anderes einigen konnte.

    • Ja, sicherlich, es war Beamtendeutsch, aber durchaus bestimmt und unsere Spende wurde eben komplett ignoriert. Freundlich geht halt anders IMHO.

      • Alita

        Ich vermute, sie haben sich die Produktbeschreibung gar nicht genau angesehen, sondern einfach ihre Standardmail rausgehauen ;-)
        Ich finde es jedenfalls auch verwunderlich, dass ein Lizenserwerb in diesem Fall scheinbar völlig außer Frage stand.

  • Ich hätte auch etwas dagegen, wenn mein Kopf auf T-Shirts abgedruckt wird. Spenden hin oder her.

    • Naja, Du bist aber denke ich mal auf keine Person des öffentlichen Lebens wie Assange, oder?

    • Chris

      Ich hingegen empfände es als Person des öffentlichen Lebens, welche nach eigener Aussage die Welt verbessern möchte und aus diesem Grund quasi hinter Gittern sitzt und jede Unterstützung von außen gut gebrauchen kann, als eine Ehre, wenn man mein Gesicht als Ausdruck einer Bewegung für Freiheit wählte.

    • Alita

      Im allgemeinen Fall versteht sich das von selbst, in dieser konkreten Situation hätte man allerdings ruhig über eine nachträgliche Lizensvereinbarung nachdenken können, zumindest nach dem Verweis auf die Spenden.

  • na ihr habt ja auch gerade nen lauf was…traurig sowas :-/

  • Arno Nühm

    Ich würde weiterhin versuchen eine Lizenz zu bekommen. Die Lizenzkosten würde ich von den 5 Euro abziehen und den Restbetrag an Organisationen spenden wie z.B. Reporter ohne Grenzen. Organisationen die für Pressefreiheit stehen und weniger kommerziellen Hintergrund haben.

    • Ehrlich gesagt verkaufen sich die Shirts schon seit einiger Zeit quasi gar nicht mehr, insofern lohnt der Aufwand eigentlich nicht und naja, ehrlich gesagt habe ich nach den obigen eMails von Bavaria auch gar keine Lust mehr, für Wikileaks irgendwas zu sammeln. Stattdessen promoten wir lieber dieses Shirt oder legen andere der Art auf: http://www.getdigital.de/Whistleblowers.html

      • Marcus Udelhoven

        Der Ton macht die Musik, und da würde ich auch sagen: „scheiß drauf, andere Shirts haben auch schöne Aufdrucke (wie der Volksmund sagt)! “ Große Klasse! ;-)

  • Sehr schade! Ich denke das hätte man anders lösen können. Solche Aktionen sind unnötig und helfen niemandem.

  • rainer

    An sich eine Standard-Mail, darf man nicht allzu persönlich sehen. „Pampig“ oder „unfreundlich“ liegt dabei im Auge des betrachters.

    Mit den Spenden interessiert die nicht, die haben schließlich nur den Auftrag der Lizenzierung. Fertig. Paragraphen-Nerds, was anderes interessiert nicht. Was mich dann doch sehr sehr stark verwundert, die pampige Rückantwort und das keine Lizenzierung möglich wäre.

    Wie wärs mit einem „Wir dürfen dieses T-Shirt nicht verkaufen“-T-Shirt oder ähnlichem. Vielleicht sieht bei euch im Team ja so ähnlich aus und möchte Modell stehen?

    • Hehe, so langsam müssten wir ziemlich viele „wir dürfen dieses Shirt nicht verkaufen“-Shirts anbieten :D

      • Hofimofi

        Das würde ich vermutlich sogar kaufen. Aber dann bitte nur für „eine politisch interessierte, internet-affine und modebewusste Zielgruppe“. (Betonung auf letzteres. Nicht so ein Kartoffelsack.)

  • Ich wurde auch von einer Kanzlei abgemahnt (ohne Geldforderung) weil ich auf meiner Star Wars Fanpage die Marke Star Wars innerhalb meines Logos verwendet habe und innerhalb der Domain und möglicherweise (weil ich T-Shirts zum Verkauf anbot) auch in kommerziellem Rahmen. Mir wurden diverse Auflagen gemacht.

    Es gibt etliche deutsche Star Wars Seiten, die weiter munter all das nutzen was ich seit Jahren nicht nutzen darf. Nur weil sich eine Kanzlei vor Ihrem Auftraggeber mal groß präsentieren wollte und ein Exempel statuieren wollte.

    Ähnliches glaube ich in Eurem Fall. Die Kanzlei wurde beauftragt die Markenrechte zu überwachen und hat sich ein Opfer ausgesucht mit dem man beweisen möchte, dass man handelt. Leider „typisch deutsch“.

    In meinem Fall hätte Lucasfilm gar nichts gegen die Verwendung der Marke gehabt solange das nicht in kommerziellen Rahmen geschieht, aber meine Kontaktbemühung zu Lucasfilm sind im Nichts verlaufen und ich lebe mit den Hindernissen.

    Bei Euch ist das widerrum etwas zwiespältig, da ihr ja schon kommerziell handelt, auch wenn Ihr (zumindest einen Teil) der Erlöse spendet. Zudem wird nicht „nur“ ein Markenrecht beschädigt sondern auch das Recht am persönlichen Bild mit dem Konterfei.

    Ich finde das nachvollziehbar aus rechtlicher Sicht (auch bei mir), aber aus moralischer Sicht ist es mir unverständlich, da hier ja auch gleichzeitig Markenwerbund betrieben wird und zwar durchaus positive (in meinem und Eurem Fall).

  • Markus Busche

    Man könnte vermuten, Herr Assange hätte Geldnöte. Falls das so ist, halte ich die Vorgehensweise für – ich will mal so sagen – unvorteilhaft. Das ist doch eher Content Mafia Style. Schade.

  • ThatOneAss

    Ist eigentlich keinem aufgefallen, dass in der Pressemitteilung von einem Edgar Snowden gesprochen wird?

  • Teiler Doerden

    auch wenn ihr moralisch einwandfrei gehandelt habt, ist es euch in all den Jahren nicht einmal in den Sinn gekommen Kontakt mit Wikileaks aufzunehmen und zu fragen ob die einverstanden sind?

    • Ich meine, wir haben in den Hochzeiten von Wikileaks mal nachgefragt und – verständlicherweise – keine Antwort bekommen. Ich bin mir aber ehrlich gesagt unsicher, das ganze ist halt auch 4 Jahre her, insofern will ich da lieber nichts behaupten.

      • Matt

        Und auch wenn sie damals gesagt hätten, es wäre ok, kann das heute ganz anders aussehen.

  • Wikipedianer

    Das Wikileaks-Logo gibt es auf Wikipedia Commons unter der CC-by-sa-3.0-Linzenz; solange man dieser Lizenz nachkommt (also einen Link auf diese Quelle setzt), darf man es auch auf ein T-Shirt drucken – egal, ob privat oder kommerziell.

  • b

    Rechtliche Situation hin oder her… Der Assange tritt doch für grenzenlose Informationsfreiheit abseits bestehender Gesetze ein. Die Rechte an den Dokumenten, die er auf seiner Webseite veröffentlicht, hat er auch nicht. Dass er dann aber andere zwingen will, seine Logos nicht zu nutzen, könnte man für einen Widerspruch halten.

    • nk

      Wikileaks _verkauft_ die Dokumente aber m.W. nicht. Mal drüber nachgedacht, dass es Assange einfach stören könnte, vermarktet zu werden? Und dass er jetzt nicht für jede „T-Shirt-Bude“ in Einzelfall geprüft hat, ob Gewinn daraus zu WL fließt. Und: Kann man das überhaupt prüfen oder werden die Gewinne anonym gespendet (s.o. über die Wau-Stiftung)…

      • b

        Macht das einen Unterschied?

        Und in Sachen Vermarktung: hat Wikileaks nicht manchen Medien auch Vorabzugang zu gewissen Dokumenten erlaubt?! Das war doch nicht kostenlos? Und lebt Assange nicht seit Jahren von den freiwilligen Spenden, die er für die Dokumente erhält?

  • Thorsten

    Ich würde dennoch noch mal wegen der Lizensierung nachfragen. Ausgeschlossen wurde es ja nicht, es wurde ja nur erstmal auf der Löschung der Angebote bestanden.
    Vielleicht hilft ein Telefonat da mehr und schneller als Email-Korrespondenz.

  • Marco We

    Julia Assange, Edgar Snowden, diese Bavaria-Bude hat es wirklich drauf und weiss wovon sie schreibt (in der Pressemitteilung)… Bitter, ich glaube durch die Bude geht prozentual weniger an die Spendenempfänger als vorher.

  • Korbinian O.

    Schwach, dass Wikileaks gefragt werden will, wenn man etwas von Ihnen verwendet aber selbst Dokumente ungefragt wie blöd veröffentlicht…

  • Anonymous

    Bavaria-Film vertritt die Rechte von Assange? Das allein fand ich schon komisch. Aber dass gerade Assange, der (dankenswerterweise) Material gegen geltendes Recht veröffentlicht, auf Durchsetzung des Copyright pocht ist schon absurd.
    Kommt mir vor wie die warez Hersteller, die sich ärgern, wenn ihnen einer den Crack klaut. Völlig absurd.
    Mein Vorschlag: Stellt den Verkauf ein und verkauft mehr Edward Snowden #Asyl Shirts und spendet an dessen Anwalt.
    Alternativ: Versucht mit Assange in direkten Kontakt zu kommen, der hat ja nichts zu tun. und klärt das am Telefon, wie Nerds und nicht wie Anwälte.

    • Bernd Binder

      Richtig! Das Bavaria Film die Rechte hat, könnte auch ein Fake sein. Dieser Eindruck verstärkt sich durch eine Fristsetzung mit dieser Mail, bei der der Eingang (somit Fristbegin) nur bestätigt wird, wenn der angemailte antwortet.

      Juristisch somit völlig haltlos, ausser man lässt sich darauf ein und antwortet!

  • Alex

    Die Dinger sind m.E. auch total hässlich!

  • Sven Slootweg
  • Pingback: Copyrightbullshitbingo des Monats | -=daMax=-()

  • Nichtwähler

    Tja, wenns um Geld geht hörst eben mit dem Anarchismus auf. Warum sollte das bei Assange anderst sein ?

  • BoMbY

    Naja, in Zukunft wird dann wohl auch keiner offizielle T-Shirts von dem kaufen … Braucht er sich nicht zu wundern …

  • janFFM

    Ich würde da jetzt einfach mal abwarten. Wikileaks scheint ja bei dem Gebaren auf Ihre Unterstützung verzichten zu können. Ärgerlich ist, das sie Ihren Lagerbestand abschreiben müssen.

    Bavaria ist da auch der falsche Ansprechpartner, das würde ich mal direkt mit dem Markeninhaber per Mail diskutieren. Ansonsten laufen Sie Gefahr dem Geld und Wareneinsatz auch noch gute Zeit und Lebensqualität hinterher zu werfen.

  • nk

    Das mag unerfreulich sein, einen forschen oder unfreundlichen Ton kann ich im Anschreiben allerdings nicht erkennen.

  • Dimi

    Nun ja, der Ton der Email war doch noch sehr freundlich und hat zunächst mal die eigenen Standpunkte dargelegt. Wenn sich die T-Shirts gut verkaufen, dann versucht doch, eine Lizenz zu bekommen und vertreibt sie weiter. Die Lizenzkosten könnt Ihr ja von der Spende abziehen (selbst schuld, würde ich sagen). Wenn nicht, nehmt sie aus dem Programm und seht die Sache als erledigt an. Ich finde es zumindest plausibel, dass jemand möglicherweise kein Interesse daran hat, dass sein Gesicht „einfach so verkauft wird“ (sorry).

  • Daro

    Das macht mir Wikileaks irgendwie unsympathisch, respektive unglaubwürdig.
    Hätte mehr Freigeist und weniger Bürokratie von Assange und Co. erwartet. Aber so wie es scheint geht es auch hier um Gewinnmaximierung.
    DAUMEN RUNTER

  • Lester Mowel

    Ich würde diese T-shirts aus dem Programm nehmen und dafür sorgen, dass der Name und die „Marke“ ins Vergessen geraten. Selten etwas peinlicheres gesehen.

  • Jettero

    Drauf geschissen! Gibt wichtigere Organisation oder Messages!

  • Erik

    Also, der Ton ist nüchtern-sachlich, bestimmt. Klar, dass ihr empört seit nach eurem Engagement, aber das müßt ihr wohl mit Assange ausfechten. Der sagt: Ich will jetzt Kohle machen, vergibt die Lizenzrechte bzw. auch nicht und beauftragt die Bavaria Film als Subunternehmer.

    Von denen zu erwarten, daß Sie in irgendeiner Form auf euch eingehen, ist naiv. Genauso könnte man sich beim Briefträger beschweren, daß einem der Inhalt der Briefe nicht gefällt. Die haben genau einen Job und tun den auch.

    Wohlwollend würde ich annehmen, daß ihr als eine der wenigen Firmen mit Spenden und guten Willen jetzt ein Kollateralschaden seid, da von Assange alle über einen Kamm geschoren werden. Da habt ihr wirklich Pech in letzter Zeit.

  • Bernd Binder

    Abgesehen davon, dass sich die Shirts eh nicht mehr verkaufen weil das Thema Wikileaks seit geraumer Zeit einfach durch ist, habt ihr zwei entscheidende Fehler gemacht.

    1.) Niemals auf eine eMail mit solchen Forderungen antworten. Immer den Schriftverkehr per Post oder Fax abwarten!! Alles andere kann ja bekanntlich ein Fake sein und zu einer Fristwahrung (14 Tage und so) ist eine Mail sowieso völlig ungeeignet (ausser man antwortet darauf).

    2.) Das Asange mit seinem Promistatus ein Recht an seinem Bild hätte bezweifle ich ganz entschieden!! Das Kunsturhebergesetz § 23 Absatz 1 Nr. 4 greift hier immer, gerade auf einem T-Shirt! Ein berechtigtes Interesse (Abs.2) gibt es nicht, weil er ja selbst alles tut um in die Öffentlichkeit zu gelangen.

    Vor Gericht würde die Bavaria also voll auf die Schnautze fallen, darum sortiere ich das unter „frecher Überrumpelung“ ein und ihr habt euch überrumpeln lassen. Sowas muss man immer eskalieren lassen. Zwischenzeitlich hätte ich dann entweder nach einer richtigen Lizenz bei Just Licensing gefragt und nicht bei der Bavaria Film, die vermutlich dann bald wohl das Leben der Julia verfilmen wollen/sollen.

    Ihr wisst jetzt ja nicht einmal, ob Bavaria Film überhaupt von Asange beauftragt wurde, habt aber schon mal klein bei gegeben. Das ist hasenfüsig und unprofessionell.

  • fenz

    Ich würde mich nicht weiter um eine Lizenz kümmern. Das Vorgehen von Assange ist lächerlich, seinen „Kopf“ selbst vermarkten und Lizenzen so durchsetzen zu wollen. Entweder er steht für eine angeblich richtige und gute Sache ein und fördert dann auch die angstlose Freiheit, wenn andere ihn über die Verbreitung seines Konterfeis unterstützen (oder zur Not auch vermarkten, shit happens) wollen, oder er tritt seine nach außen vorgetragenen heldenhaften Motive mit solch narzisstisch anmutenden Füßen.
    Leider passt das in das Bild, das sich schon manchmal um ihn herum gesponnen hat.
    Ich würde die T-Shirts auf getdigital weiter abbilden und mit einem „Verkauf durch uns mit Weiterleitung des Gewinns an die Wau Holland Stiftung von Julian Assange nicht erwünscht“ versehen.

  • Keith Alexander

    Give the finger to Assange.
    Wikileaks Fashion, hahaha. Featuring iWatch
    ;-P

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  • Kofre Gama

    Stutzig mach mich ja die Formulierung in der ersten Email „(…) beim europäischen Patentamt in Valencia (…)“ im zweiten Satz.

    Das europäische Patentamt hat seinen Sitz in München (mit Dienststellen in Rijswijk, Berlin und Wien) ist aber für Wort- und Bildmarken gar nicht zuständig. Zuständig für Markenrecht ist das Harmonisierungsamt für den Binnenmarkt (HABM). Und das hat seinen Sitz in Alicante… Immerhin auch eine spanische Stadt. Gut getrollt oder ahnungsloser als gedacht diese Bavaria Stelle…

  • Jan

    Das Wikileaks Logo steht doch unter CC BY-SA 3.0 Lizenz. Dürfen die dafür überhaupt Rechte einfordern?

    Bei Julio Assangez mag das zwecks Persönlichkeitsrechten unstrittig sein. Aber beim Logo würde ich mal genauer nachschauen:

    Siehe hier:
    http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Wikileaks_logo.svg

  • Thomas Wallutis

    Habt ihr mal nachgerfragt, ob sie euch das gespendete Geld zurückerstatten, dass ihr unrechtmäßig (da ohne Lizenz) erworben habt? Ich vermute mal, dass sie das nicht tun werden. Von mir bekommt Wikileaks kein Geld mehr.

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  • Elmo

    Wie jetzt?
    Darf man WikiLeaks-Informationen und veröffentlichte Dokumente nur noch mit deren Lizenz nutzen und weiterverbreiten?

  • Medien-Student

    Irgendwie wirkt hier nur der Blog-Betreiber pissig….

  • daswarkeinhuhn

    Klingt nach einer baldigen Verfilmung.

  • Hofimofi

    Ich muss sagen ich finde diese Wortwahl des „Licensing Directors“ sehr.. unprofessionell. Das klingt, als hätte die Mail ein Azubi im ersten Lehrjahr geschrieben.

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  • SCAW

    Urheberrecht ist nunmal Urheberrecht. Vielleicht hätte man einfach mal davor anfragen sollen…

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  • Ali Cante

    In Valencia gibt es kein Europäisches Patentamt, es gibt in Alicante das Harmonisierungsamt für den Binnenmarkt, das für Marken und Designs zuständig ist. Deshalb kann auch in Valencia keine Marke angemeldet worden sein! Von daher gehe ich davon aus, dass diese mail ein Fake ist. Bavaria Film sollte sich damit auskennen.

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